Ein Holzhaus brennt doch!

Es ist war: Holz brennt gut. Aber: Holz enthält Wasser. Bevor sich eine Holzschicht entzünden kann, muss dieses Wasser verdampfen. Solange bleibt die Temperatur im Holz bei 100 ° C. Erst bei etwas 270 °C entzünden sich die Gase die aus dem Holz entweichen und später auch das Holz selbst. Die Abbrandgeschwindigkeit beträgt für die im Bau üblichen Nadelhölzer rund einen Millimeter je Minute. Holz brennt also langsam ab. Dafür sorgt seine geringe Wärmeleitfähigkeit die auch auf die vielen Hohlräume im Holz Rückschlüsse ziehen lässt. Bei in Holzkohle umgewandeltem Holz sinkt der Wärmefluss nochmals über die Hälfte. Gleichgültig ob ein Brand mit 500 oder 1200 °C wütet, schon ein Zentimeter unter seiner verkohlten Oberfläche bleibt das Holz unbeschädigt, und der Restquerschnitt bleibt tragfähig. Zum Vergleich: Stahl verliert ab 450 °C seine Tragfähigkeit, und die Druckfestigkeit von Beton reduziert sich bei 650 °C um zwei Drittel. Wenn aber ein Tragwerk im Brandfall seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann ist es verloren und gefährdet Menschen die noch im Gebäude sind. Dies auch dann, wenn die Tragstruktur selber nicht in Flammen gerät. Stahl- und Betonbauten haben die Eigenschaft im Brandfall plötzlich und unberechenbar zu versagen. Holz weist hier offensichtliche und entscheidende Vorteile auf.

Darf Holz nass werden?

Grundsätzlich kann für den gesamten Hausbau Holz verwendet werden, auch in Feuchtbereichen wie beispielsweise Küche und Bad. Ein umfassender Holzschutz beginnt bei der baulichen Gestaltung. Holz ist dauerhaft. Es hält sehr lange , wenn es zweckentsprechend getrocknet wird und auch trocken bleibt. Es ist günstig bezüglich Unterhaltskosten und lässt sich mit anderen Materialien hervorragend kombinieren. Holzhäuser überdauert Jahrhunderte, wie es zum Beispiel 400 Jahre alte Schwarzwald Bauernhäuser eindrücklich beweisen.  Es ist richtig, dass sich Holz bei falscher Verwendung zersetzt, bei richtiger Anwendung jedoch kann diese Eigenschaft vollständig beseitigt werden. Holz im Fassadenbereich vergraut im Laufe der Zeit und setzt eine silbergraue Patina an. Diese natürliche Schutzschicht schützt die inneren gesunde Holzsubstanz und macht die ganze Fassade sehr dauerhaft. Wer einen anderen Farbton bevorzugt, kann das Holz natürlich auch streichen lassen. Dauerhafte Anstriche werden in genügender Dicke auf die gehobelte oder roh belassene Holzoberfläche aufgetragen.
Wesentlich ist aber auch bei einer Fassade aus Holz der konstruktive Holzschutz. Dieser wird durch gut ausgebildete Sockelzonen  mit Distanz zum feuchten Erdreich mit Spritzwasserschutz und durch auskragende Vordächer realisiert.  Fachgerechte Details bei Fensteröffnungen, Vorsprüngen und Balkonen sind ein Muss.

Wie komfortabel ist ein Holzhaus?

Die Gebäudehülle entscheidet über den Wohn- und Arbeitskomfort in einem Haus. Holz ist gesund für Mensch und Umwelt. Denn eine Holzwand atmet, gleicht den Feuchtigkeitshaushalt in den Innenräumen aus und sorgt für ein angenehmes Raumklima im Winter wie im Sommer. Dabei muss ein Holzhaus gar nicht aussehen wie eines. So entstehen immer mehr Mischbauten: Ein Haus, es steht auf einem massiven Betonsockel, doch darüber ist es aus Holzelementen gebaut. Das Dach ist leicht geneigt und bietet im Inneren unterschiedlich hohe Räume und eine behaglich warme Atmosphäre. Dabei weist nur das Buchenparkett au den Baustoff Holz hin. Ansonsten sind die Wände und Decken mit Gipsfaserplatten verkleidet. Auch wenn in den Innenräumen eine kühle Farbgebung vorherrscht, bleibt doch die warme Strahlung der Oberflächen spürbar. Dank seiner schlechten Wärmeleitfähigkeit wird eine Holzwand nie als kalt empfunden und trägt so maßgeblich zum guten Komfort in Ihren vier Wänden bei. Holz ist nicht nur „heimelig“, es ist einer der zukunftsweisenden Baustoffe unseres Jahrhunderts. 

Muss Holz chemisch behandelt werden?

Holz benötigt grundsätzliche keinen chemischen Holzschutz mehr. Was vor Jahren noch gängige Praxis war, ist aufgrund neuer Produktions-, Bau und Trocknungsmethoden von standardisierten Holzprodukten nicht mehr notwendig. Voraussetzung hierfür ist aber die konstruktiv und bauphysikalisch korrekte Verwendung von Holz und Holzwerkstoffen. Grundsätzlich muss Holz schon beim Einbau trocken sein und vor allem trocken bleiben. Atmungsaktive Wandaufbauten sorgen zusätzlich dafür dass das Holz atmen kann und so extrem dauerhaft wird, ohne chemisch behandelt zu sein.  Im Außenbereich kann Holz z.B. als Fassade frei bewittert werden, muss aber auch wieder trocknen können. Gewährleistet wird das durch eine Hinterlüftung und genügend Distanz zum feuchten Erdreich.

Stammt mein Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft?

Holz ist eine erneuerbare Ressource. Die Bewirtschaftung des Waldes verdeutlicht, was der Begriff Nachhaltigkeit bedeutet: man schlägt jährlich nur soviel Holz, wie nachwächst. So bleibt der Wald für die kommenden Generationen erhalten. Allerdings wird heute nur die Hälfte des zur Pflege des Waldes nötigen Holzschlags verwendet.
Das Holz das wir verwenden stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, zu 90 % direkt aus unserer Region dem Schwarzwald und den angrenzenden Gebieten.